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Farbblindheit-Simulator

Eine Farbe eingeben und sehen, was davon bei acht verschiedenen Farbsehschwächen ankommt — inklusive Hinweis, wo Unterscheidbarkeit verloren geht.

Zwei Farben, die sich für dich klar unterscheiden, können unter einer Sehschwäche zusammenfallen. Die Karten zeigen beide nebeneinander und warnen, wenn der Abstand zu klein wird.

Protanopie

Rot-Grün

Die Rotzapfen fehlen vollständig. Rot wirkt dunkel und verschiebt sich Richtung Ocker.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
etwa 1 % der Männer

Protanomalie

Rot-Grün

Die Rotzapfen sind verschoben. Rot- und Grüntöne rücken zusammen, bleiben aber unterscheidbar.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
etwa 1 % der Männer

Deuteranopie

Rot-Grün

Die Grünzapfen fehlen. Grün und Rot fallen in einen gemeinsamen gelbbraunen Bereich.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
etwa 1 % der Männer

Deuteranomalie

Rot-Grün

Die häufigste Form überhaupt: abgeschwächte Grünwahrnehmung, oft unbemerkt.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
etwa 5 % der Männer

Tritanopie

Blau-Gelb

Die Blauzapfen fehlen. Blau wird grünlich, Gelb rückt Richtung Rosa.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
sehr selten, unter 0,01 %

Tritanomalie

Blau-Gelb

Abgeschwächte Blauwahrnehmung, Blau und Grün liegen näher beieinander.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
sehr selten

Achromatopsie

Ohne Farbe

Keine Farbwahrnehmung. Es bleibt allein der Helligkeitsunterschied.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
sehr selten, etwa 1 von 30.000

Achromatomalie

Ohne Farbe

Stark reduzierte Sättigung, Farben sind nur noch angedeutet.

Ähnlichkeit zum Original
Häufigkeit
sehr selten

Was die Simulation leistet — und was nicht

Die Berechnung folgt den Matrizen von Machado, Oliveira und Fernandes (2009) für die anomalen Trichromasien; Achromatopsie wird über die Luminanzgewichte aus Rec. 709 abgebildet. Das sind belastbare Näherungen, aber keine Abbildung individueller Wahrnehmung: Wie stark eine Sehschwäche ausfällt, ist von Person zu Person verschieden, und Bildschirmkalibrierung spielt zusätzlich hinein.

Was in der Praxis hilft

  • Farbe nie als einzigen Informationsträger einsetzen — Form, Position, Beschriftung oder Muster ergänzen.
  • Statusfarben zusätzlich mit Symbol versehen: ein Häkchen und ein Kreuz funktionieren auch ohne Rot und Grün.
  • In Diagrammen Reihen direkt beschriften statt allein über eine Farblegende zu erschließen.
  • Ausreichenden Helligkeitsunterschied wählen: Wo sich die Luminanz unterscheidet, bleibt der Unterschied auch ohne Farbwahrnehmung sichtbar.

Der Kontrast-Checker prüft genau diesen Helligkeitsabstand gegen die WCAG-Schwellen.